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Mit Licht malen?

Hallo, ich bin Lennart, 14 Jahre alt und ein Schüler aus der Klasse 8b. Unsere Klasse ist als Kultur- Scout-Klasse unterwegs. Als Kultur Scouts besuchen wir zweimal im Schuljahr kulturelle Stätten der Umgebung und lernen diese in Verbindung mit einem Workshop kennen. Ich werde in den nächsten drei Jahren als Reporter der Kulturscouts darüber berichten.

Unser erster Besuch führte uns ins Industriemuseum in Engelskirchen, dort haben wir an einem Workshop teilgenommen. Was genau wir gemacht haben und wie es uns gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Artikel.
Als Erstes wurden wir begrüßt und uns wurde erklärt, was wir nun machen. Wir bekamen Material, zum Beispiel Alufolie, große Plastikröhren, buntes Papier etc., und sollten dieses zusammen mit einer Taschenlampe zu einem “Lichtpinsel” zusammenbauen.
Als wir damit fertig waren, sind wir zunächst ins Museum gegangen und haben uns die verschiedenen Räume im Museum in einer Führung angeschaut. Das Museum war früher eine Textil- Fabrik, dort mussten auch Kinder, die noch sehr jung waren, arbeiten und haben nur sehr wenig Geld dafür bekommen. Sie mussten drei Tage arbeiten, um sich ein Brot leisten zu können!

Als wir uns das Museum angeschaut hatten, holten wir die Kisten mit dem Gebastelten und wurden in Gruppen aufgeteilt. Dann wurde uns erklärt, was wir machen werden: mit Licht malen. Das funktioniert wie folgt: Man hat eine App auf einem I-Pad, das auf einem Stativ steht. Danach drückt man bei der App auf „Aufnehmen“ und zeichnet etwas mit dem Lichtpinsel in der Luft. Durch die lange Belichtungszeit entsteht ein buntes Bild von dem, was man in der Luft gezeichnet hat. Am besten funktioniert es, wenn man das Licht im Raum ausmacht und dunkle Kleidung trägt.

Bei uns sind in den verschiedenen Gruppen dann viele verschiedene kreative Bilder entstanden. Ganz am Ende haben wir uns die Bilder über einen Beamer alle zusammen angeschaut. Wir fanden den Ausflug sehr toll und hatten viel Spaß. Wir hätten allerdings gerne mehr Zeit für das Malen der Bilder gehabt. Vielleicht beim nächsten Mal, das Museum hat uns bereits zu einem Workshop für Fortgeschrittene eingeladen.

Das Graffitiprojekt 

Um unser kleines Kulturhaus, das langsam Gestalt annimmt, auch von außen als einen besonderen  Ort  der  kreativen Projekte  sichtbar zu machen , hat der WP 9 Kunstkurs gemeinsam mit dem Graffitikünstler, Tim Rothstein, ein Graffiti  für die Außenwand entwickelt, das alle Bereiche zum Thema Kunst, Kultur und Kreativität miteinbezieht.

Bis es aber soweit ist, hieß es erst mal üben, denn Sprühen sieht leichter aus, als es ist.  Dazu gab es zwei Wochen vor den Herbstferien einen dreitägigen Workshop im Rahmen der Kulturschule mit Herrn Rothstein, der bereits schon mit anderen Schulen zusammengearbeitet hat.

Zunächst zeichneten die Schüler in „Trockenarbeit“ auf Leinwand ihre Lieblingsmotive und lernten hierbei schon Vieles, was man braucht, um ein Graffiti eindrucksvoll aussehen zu lassen.   

Dann ging es am dritten Tag in die Praxis. An der offiziellen Sprühwand im Skaterpark in Gummersbach wurden die Schüler von Tim Rothstein angeleitet, mit den Sprühdosen richtig umzugehen. Atemschutzmasken durften dabei natürlich nicht fehlen. Zunächst wurde von jedem alleine geübt. Dabei stellte sich schnell heraus, was einfach aussieht, ist oftmals ziemlich schwer. Die Motivation war aber hoch und so konnte am Ende trotz strömenden Regens und Kälte noch ein gemeinsames großes Graffiti entstehen.  

Allen hat dieser Tag viel Spaß gemacht und große Lust auf das echte Projekt am Kulturhaus geweckt. Leider kann es aber erst im Frühjahr umgesetzt werden, da die Wetterbedingungen eine direkte Weiterarbeit zunächst noch verhindern. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn es dann bei hoffentlich schönstem Sonnenschein und blauen Himmel wirklich losgeht!

„Film ab“- von der Idee zum Film

Beim zweiten Projekt im Rahmen des Kulturschule-Programms durften wir, die Klasse 10b, die Feinheiten des Filmens kennenlernen. Der Film-Profi Torsten Schördling entwickelte mit uns in zwei Gruppen Drehbücher, die entstandenen Storys wurden an zwei Projekttagen gedreht.

Natürlich brauchte es eine Filmcrew, die lernte, wie man mit Kamera und Mikrofon arbeitet, wie man die Figuren ins rechte Licht setzt und die Schauspieler in der Maske schminkt. Dank der professionellen Einführung konnten die Schülerinnen und Schüler hier sehr schnell selbstständig arbeiten.

Viele standen vor der Kamera und entdeckten dabei zum Teil ihr schauspielerisches Talent. Ausdauer war gefragt, denn häufig musste wieder und wieder gefilmt werden, bis dann endlich die richtige Aufnahme im Kasten war. Dabei wurde aber auch viel gelacht, einige der besten „Patzer“ haben es am Schluss in die Outtakes geschafft…

Entstanden sind zwei Filme: „Realschule live“ über die Entführung einer Schülerin und „A(l)bschluss“ über rätselhafte Zombie-Verwandlungen in der Realschule Steinberg. 

Wir alle waren gespannt auf die Premieren, die im Anschluss an die Zeugnisvergabe im Forum der Schule im Beisein des Filmemachers und der Elternschaft stattfanden. Im Anschluss gab es riesigen Applaus und wir sagen Dankeschön für diese neue Erfahrung und für diese ganz andere Erinnerung an unsere Schulzeit. 

Vielleicht heißt es ja im nächsten Jahr wieder: „Film ab!“ !?

Wir sind „Kulturschule“!

Schon im März letzten Schuljahres erhielten wir die Zusage, uns „Kulturschule“ im Rahmen des „Kulturagentenprogramms“ nennen zu dürfen. Sah man davon nach außen erstmal auch noch nichts, so wurden im Hintergrund viele Dinge entwickelt, Projekte beantragt. 

Zwei davon konnten bzw. können sogar vor den Sommerferien noch laufen: ein Projekt des Kunstkurses Klasse 10, in dem dieser mit professioneller Hilfe einer Grafikerin das neue Schullogo entwarf, und ein Filmprojekt der Abschlussklasse 10b mit professioneller Unterstützung eines Filmemachers.

Zwei weitere, ein Percussion-Projekt für die Jahrgangsstufen 5 und 7 und ein Graffiti-Projekt für den Kunstkurs Klasse 9, sind pandemiebedingt in das nächste Halbjahr verschoben worden.

Das allein sind schon tolle Angebote, es soll aber nicht bei diesen einzelnen Projekten bleiben. Kultur soll in der Schule verankert werden, es soll sozusagen eine „Kulturgarantie“ für jeden Schüler geben, das heißt künstlerische Projekte innerhalb und außerhalb des Unterrichts, zum Teil mit Künstlern und anderen Kulturschaffenden, z. B. mit Museen, Konzerthäusern, Bibliotheken und Theatern. 

Damit wir uns das ganze auch leisten können, wird das Projekt finanziell unterstützt von dem oben genannten Projekt „Kulturagenten für kreative Schulen NRW“ und auch die Stadt gibt einen Anteil dazu. Unser „Kulturagent“, der uns unter anderem bei der Vermittlung der Künstler und Kulturschaffenden unterstützt, ist Joachim Kottmann, den wir hiermit offiziell in unserem Team willkommen heißen möchten. Wir freuen uns auf weitere Projekte und werden an dieser Stelle immer wieder darüber berichten.

 

55„Eine runde Sache“-

der Kunstkurs Klasse 10 präsentiert dem Bürgermeister das selbst gestaltete neue Schullogo

Als erstes Projekt im Rahmen „Kulturagenten für kreative Schulen NRW“ konnte das Projekt unseres Kunstkurses Klasse 10 auch unter den beschwerten Bedingungen stattfinden. Wir hatten den Auftrag erhalten, das neue Schullogo zu entwerfen. Professionell wurden wir von der Grafikerin Frau Hayer-Lutz unterstützt.

Das Logo als Markenzeichen der Schule soll diese auf den ersten Blick repräsentieren, das ist gar nicht so einfach, jeder Strich muss sitzen, jede Form und jede Farbe gut überlegt sein. 

Herausgekommen ist eine Rundlogo, das das harmonische Miteinander unserer doch recht kleinen Schulgemeinde widerspiegeln soll. Die Farben Orange und Blau stehen für die Farben der Schule und der Stadt Gummersbach und drückenFröhlichkeit, aber auch Seriosität aus. Die Weltkugel im Logorand steht für Weltoffenheit, die stilisierten Figuren dafür, dass bei uns so gut wie jeder jeden kennt, wir als Gemeinschaft zusammenstehen.

Zunächst entstanden Entwürfe auf Papier, die dann mit professioneller Hilfe digital umgesetzt wurden. Das Logo ist anschließend vielseitig einsetzbar, ein großes Banner haben wir schon, auch auf T-Shirts und Kappen sieht es toll aus, natürlich auch auf offizieller Schulpost.

In einer Videokonferenz durften wir das Logo dem Bürgermeister und der Presse vorstellen. „Das ist im wahrsten Sinne eine runde Sache“ kommentierte dieser und hob hervor, dass hier in einer guten Teamarbeit etwas Tolles entstanden sei. 

Das Team Kunstkurs Klasse 10 bedankt sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe und das positive Feedback, wir sind froh, uns auf diese Art und Weise bei „unserer“ Schule ein Stück verewigen zu können und hoffen, das Logo gefällt euch und Ihnen ebenso!